Dienstag, 13. November 2018

Drache, ein wenig erschöpft

Dieser Drache liegt schon nach der kleinsten Fotosession in den Seilen, er ist einfach nicht belastbar!


Wie das kam? Er hat mich durch all meine bisherigen Überlegungen zu meiner Burnout Recherche zum nächsten Buch begleitet, und da fühlt man sich selbst auch ganz schnell chronisch erschöpt!


Hat sich eigentlich jemals jemand Gedanken darüber gemacht, warum ein Mensch eigentlich "belastbar" sein und bleiben soll? Ist nicht jeder Mensch in jeder Lebensphase einfach nur anders und nur unsere Arbeitsbedingungen so unflexibel?

Man mag ja über Gewerkschaften denken, was man will: Aber haben sie uns wirklich einen so guten Dienst damit erwiesen, uns ganze oder halbe Stellen zu definieren, wenn vieleicht jeder Mensch flexibel eine ganz andere Stundenanzahl zum Lebensunterhalt nutzen möchte?


Aber zurück zu diesem Drachen. Er hat auch eine ganz neugierige Seite, schaut gerne vom Schrank, vom Sims und vom Balkon. Draußen möchte er jedoch nur für kurze Zeit sein, denn erfahrungsgemäßt ziehen ihm sonst die Vögel sein schönes Wollkleid ab und dann sähe er aus wie ein gerupftes Huhn.


Wie man sieht, kann er auch einfach so auf dem Tisch rumliegen, darin ist er sehr gut und will seinen Menschenfreud gerne ebenfalls dazu inspirieren.

Zugegeben, er guckt wirklich etwas verstört. Er wäre wahrscheinlich froh, ich hätte die ganzen Burnout Interviews schon geführt und könnte mich wieder fröhlicheren Themen zuwenden.


Aber wie sollte ein Drache auch verstehen, was nicht einmal meine Mitmenschen verstehen: Burnout kann der Anfang von ganz viel Fröhlichkeit sein. Meiner zum Beispiel mündete in dieser Filzerei!


Noch ein Foto, dann langt's. Ich habe ihn gefragt, was er kosten will: Seine Antwort: 125 Euro.
Auf meine Frage, ob das nicht zu wenig sei, sagte er: "Ich möchte, dass der Mensch, zu dem ich gehen will, sich mich leisten kann."


Na gut, ausnahmsweise. Wir haben ja ein Abkommen: Meine Lichtfilzlinge verzichten auf eine Gewerkschaft und dafür haben sie Mitsprache beim Preis.

Liebe Grüße - Julianne

tLichtfilzlinge kommen" habe ich diese wahren Erlebnisse als Lichtfilz Fiction nieder geschrieben. Im Laufe der Zeit spielten die Drachen eine immer größere Rolle, auch wenn sie anfangs unter den Lichtfilzlingen nur eine Art unter vielen waren. So sind sie halt, immer etwas lauter, dominanter und schillernder. Ihr Selbstbewusstsein scheint angeboren und grenzt an Größenwahn. Vielleicht sind sie aber auch nur manisch-depressiv, denn ich habe sie auch schon wie ein Häufchen Elend auffangen müssen, wenn es nicht so lief, wie sie es wollten.

Verkauft Dezember 2018

Donnerstag, 1. November 2018

Großer grüner Drache vom Sommer 2018


 Er liegt oben auf dem alten Küchenschrank. Und während der kleine Drache darunter im Schrank schon längst seiner Wege zog, konnte sich dieser Riesendrache noch nicht entscheiden ob er gehen oder bleiben will.


 Ich vermute, er mag es, dass ich seine Flügel anheben muss, um den Schrank zu öffnen.





Auf meinem Fliesenboden hat er sich gar nicht wohlgefühlt. Ich konnte seine Erleichterung spüren, als ich ihn endlich wieder oben auf den Schrank setzte, wo er den Überblick behält. Zuvor habe ich ihn noch eine kleine Weile an mich gedrückt, das mag er nämlich auch. Und seine Körperform passt sich der menschlichen Anatomie zum Kuscheln auch viel besser an als die meiner sitzenden Drachen. Da sind sonst immer die Beine im Weg.

Julianne Becker: großer grüner Drache, energetisierter Lichtfilz, 2018, 980 Euro VB - Kontakt


Mittwoch, 31. Oktober 2018

Waldwege auf der Wildenburg

Mit meinem roten Drachen unterwegs, das schiebe ich ab und zu dazwischen...


Dieser Bergrücken "Wildenburg" hat mich schon seit Kindertagen fasziniert. Ich stellte mir vor, dass dort ein riesengroßer Drache schläft. Was würde passieren, wenn man ihn weckt? Seit ein paar Jahren wurde dieser Kraftplatz, der schon sehr lange unter Naturschutz stand, Teil des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und ist damit noch viel extremer geschützt, was sich zuminest in der Planung auch auf die Waldwege auswirken soll.


Und das will ich ein- bis zweimal jährlich mit meinem roten Drachen dokumentieren. Ich bin nicht davon begeistert, dass ich meine Lieblingswege plötzlich nicht mehr oder nur sehr erschwert benutzen kann, die mir ein Leben lang vertraut waren. Hier mussten wir zum Beispiel über einen umgefallenen Baum steigen, ein anderer Weg droht durch Ginster auf einer Länge von dreißig Metern dicht zuzuwachsen. Letztes Jahr war einer der geraden Wege, die man auch mit einer Behinderung nutzen kann, plötzlich nach fünfzig Metern gleich von zwei Bäumen blockiert. Gut. Aber da snur so zwischendurch.


Der rote Drache gehört zu meinen unverkäuflichen Riesendrachen, vor ein paar Wochen fand ich endlich einen Riesenkorb, um sie auch mal mitzunehmen. Doch das ist trotzdem nicht einfach: Ich muss die Sitze hinten umklappen und der Korb füllt dann den ganzen Kofferraum aus. Sieht hier kleiner aus. 

Gut, im Frühjahr werden wir uns die Wege erneut ansehen und Fotos machen. Ansonsten zeige ich hier nur neue Drachen, falls sie zwischendurch mal entstehen. Denn mein Fokus liegt nun auf meinen Burnout Coachings. Die haben auch nur scheinbar nichts mit Drachen zu tun, in Wahrheit sogar ganz viel: Mehr auf drachenweg.com. Meine älteren Drachen findest du auf meisterdrachen.de


LG Julianne Becker